Warum es eine gute Idee ist, sein Geld in Sachanlagen anzulegen

Warum es eine gute Idee ist, sein Geld in Sachanlagen anzulegen

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Warum es eine schlechte Idee ist sein Geld unter dem Kopfkissen aufzubewahren

Die Metapher "unter dem Kopfkissen" verwende ich hier in einem erweiterten Sinn. Auch das Halten von großen Mengen Geldes auf dem Sparkonto ist eine schlechte Idee.

Warum? Die Antwort lautet: Inflation. Darunter versteht man die Entwertung des Geldes. Ein Synonym ist "Teuerungsrate".

Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass die Gegenstände des täglichen Lebens teurer werden. Man muss also mehr Geld, in EURO ausgedrückt, ausgeben, um ein Gut oder eine Dienstleistung zu erwerben. Der prozentuale Anstieg gemessen zwischen zwei Zeitpunkten ist die Inflationsrate. Diese wird meist pro Jahr angegeben.

Eine Inflationsrate von 5% bedeutet also, dass man zu Beginn des Jahres für ein Gut 100,- ausgegeben hat, am Jahresende für das gleiche aber 105,-.

Dabei wird von einem standardisierten Warenkorb ausgegangen, der im Laufe der Zeit angepasst wird. Dieser soll typische Ausgaben des Durchschnittshaushalts abbilden. Lebensmittel, Treibstoff, Versicherungen, etc werden abgebildet. Im Laufe der Zeit werden diese angepasst. Waren früher zum Beispiel Kerzen Teil des Warenkorbs, sind sie es heute nicht mehr, da sie unbedeutend geworden sind im Konsumverhalten der Konsumenten.

Was kann man gegen Inflation machen?

Gegen die Teuerungsrate kann man nichts machen, sie ist wie das Wetter. Aber, man kann sie abmildern. Die Strategie ist es, sein Geldvermögen in Sachwerte umzuwandeln. Dabei muss man aber darauf zu achten, nicht irgendwas zu kaufen, sondern etwas, das im Laufe der Zeit an Wert gewinnt.

Was man nicht kaufen sollte

  • Einen Computer: Diese verlieren schnell an Wert. Das Top-Modell von heute ist der Elektronikschrott von morgen
  • Autos: Kaum hat man den Hof des Händlers verlassen, hat man 10% Wertverlust in Kauf genommen
  • Möbel, Hausrat, etc

Es gibt aber Ausnahmen. Die Anlage in seltene Güter sind sinnvoll, man sollte sich aber auskennen. Zum Beispiel sind bei Autos Oldtimer und Youngtimer stark im Wert gestiegen. Ebenso kann es sinnvoll sein, ein limitiertes Modell zu kaufen. Aber wer sich nicht auskennt soll die Finger davon lassen. Oft liest man Anzeigen von Münzverkäufern, die bereits bei der Emission der Münzen von Sammlerwert sprechen. Das ist da meist nur eine Verkaufsmasche.

Was man kaufen sollte

Immobilien

"Betongold" war schon immer beliebt. Gerade in Zeiten von Wohnraumknappheit steigen Immobilien in guter Lage auch in Zukunft. Wichtig ist dabei, die Lage im Blick zu haben. Wohneigentum in Gegenden, wo niemand hinziehen will, werden auch in Zukunft niedrige Preise erzielen.

Edelmetalle

Gold, Silber, Kupfer, seltene Erden. Das Angebot ist begrenzt und die Nachfrage, vor allem durch die Elektronikindustrie angefeuert, steigt beständig.

Aktien

Da man einen Anteil an einem real existierenden Unternehmen erwirbt, ist man vor Inflation geschützt, da die Aktie in Höhe der Inflation an Wert gewinnt.

Zusammenfassung

Gegen Inflation schützt man sich, in dem man sein Geld in Sachwerte umlagert. Aber Achtung: Da heißt nicht, dass man automatisch Gewinn macht. Selbstverständlich kann ein Unternehmen pleite gehen und dadurch die Aktie. Oder durch unglückliche Umstände wird die Lage einer Immobilie gemindert. Wichtig ist es hier, mit Sachverstand an die Sache ranzugehen.

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